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Do, 12.07.2012

Stimmvieh-Schubsereien  

Filed under: Facebook,Internet,non-digest,Twitter von Mawan, 17:35:27 Uhr
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Nervt es eigentlich nur mich, dass sich in letzter Zeit die Tweets, Facebook-Postings etc. zu häufen scheinen, in denen Leute – teilweise in täglicher Wiederholung – darum betteln, dass man doch bei irgendeinem Internet-Wettbewerb für sie abstimmen möge?

Die Idee, über irgendwelche Wettbewerbe im Internet abstimmen zu lassen, ist ja an sich gut; so könnte man – so zumindest der Grundgedanke – ja recht gut herausfinden, was den meisten Benutzern am besten gefällt. Leider sieht die Praxis dann doch eher anders aus: nach der Phase der Bots (wer schreibt die besten Skripte, die automatisiert Stimmen abgeben, ohne dass es allzu sehr auffällt?) und den entsprechenden Gegenmaßnahmen der entsprechenden Seitenbetreiber (die die Bots zumindest sehr aufwändig machen würden…) ist es nun so, dass es hauptsächlich darum geht, wer das meiste Stimmvieh unter seinen Freunden, Bekannten und sonstigen Leuten, mit denen man irgendwie vernetzt ist, mobilisieren kann.

Nur hat das leider so gut wie gar nichts mehr mit der ursprünglichen Frage – wer also den besten Beitrag, das beste Projekt o.ä. eingereicht hat – zu tun, sondern gleicht eher einem virtuellen Schwanzlängenvergleich, wer – ggfs. durch tägliches Betteln, um nicht zu sagen: nerven – die meisten Leute mobilisieren kann. Was dann natürlich dazu führt, dass u.U. die besseren Beiträge mit der kleineren Stimmvieh-Herde verlieren. Ob das wirklich Sinn der Sache ist?
Und was ist so ein Erfolg dann eigentlich noch wert? Ok, die anderen machen das ja auch so, und manchmal gibt es ja auch etwas zu gewinnen, da könnte man dann schon auf die Idee kommen, dass es ja im Nachhinein egal ist, wie man zu dem Gewinn gekommen ist (was aber auch eher Motiv als Rechtfertigung ist…).

Wohlgemerkt, ich habe natürlich nichts dagegen, wenn jemand mal auf derartige Wettbewerbe hinweist. Auch dazuzuschreiben, dass man selbst, ein Bekannter o.ä. teilnimmt und man sich ggfs. über eine entsprechende Stimmabgabe freuen würde, ist für mich noch ok. Aber das sollte dann bitteschön im Rahmen bleiben, sowohl was die Anzahl der Wiederholungen angeht, und auch, was die Art und Weise der Verlinkungen angeht: häufig wird dann nämlich direkt auf die Seite zum Abstimmen für den eigenen Beitrag verlinkt; die Erklärung, worum es bei dem Wettbewerb überhaupt geht oder gar die anderen Teilnehmer muss das geneigte Volk ja offenbar gar nicht kennen, solange es nur im eigenen Sinne klickt.
Was man übrigens auch als mangelndes Vertrauen in die eigene Arbeit interpretieren könnte, denn wenn man davon überzeugt wäre, könnte man ja auch neutral auf derartige Abstimmungen hinweisen, ohne die Herde gleich noch in die „richtige“ Richtung schubsen zu müssen…

Nun kann ja jeder das posten, twittern und anderweitig verkünden, wozu er Lust hat (ich verbreite da sicherlich auch Dinge, die andere zumindest teilweise als nervend, uninteressant o.ä. empfinden).
Allerdings werden solche Beiträge bei mir keinesfalls zu einer entsprechenden  Stimmabgabe führen, sondern eher zu einer Verbannung aus meiner Timeline. Irgendwann ist es nämlich auch genug, und man muss sich ja nicht alles antun, schon gar nicht täglich.
Und mich nerven diverse Dinge, die in letzter Zeit doch immer häufiger in meinen Twitter- und Facebook-Timelines rumgeistern, eigentlich nur noch.

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Di, 15.06.2010

Unterwegs auf Fototour in Saarbrücken – Mobile City Walk 2010  

Bianca aka @ChiliConCharme hatte uns vor einiger Zeit auf den Mobile City Walk aufmerksam gemacht, einen Fotowettbewerb, der u.a. von Addison-Wesley initiiert worden ist, in diversen Städten gleichzeitig stattfinden sollte, „mobiles Leben“ zum Thema hatte und bei dem konsequenterweise auch nur Handys bzw. Smartphones zum Bilderschießen zugelassen waren.
Dankenswerterweise hatte sich Bianca als lokale Organisatorin zur Verfügung gestellt und somit die Teilnahme Saarbrückens erst ermöglicht. Für sechs weitere Leute eine willkommene Gelegenheit, ein paar unterhaltsame Stunden zu verbringen und die Landeshauptstadt – auch wenn die natürlich jeder schon irgendwie kannte – mal aus anderer Perspektive und viel bewusster als im alltäglichen Vorbeirennen zu erleben; bei mir kam noch dazu, dass es natürlich die perfekte Gelegenheit war, mein relativ neues HTC Desire auch mal bei so einer Gelegenheit auszuprobieren (ein Blogartikel zum neuen Spielzeug ist übrigens auch geplant, mal schauen, wann ich dazu komme…). Bianca hat das gleiche Gerät schon länger, und wie man heute via Twitter erfahren durfte, haben wir Christian (@Chrysadelic) wohl auch überzeugt… 😉
Ich, Tim, Bianca, Christian, Judith, Dirk, Tim und Ayla (vorn)Außerdem waren noch ein paar andere Leute aus Twitterstammtisch-Kreisen dabei, nämlich Dirk (@beatnig) und Judith (@JayRachel); darüber hinaus konnten wir uns auch darüber freuen, Tim (@TimRozenski) und Tobias (@tobi0001) mal persönlich kennen zu lernen; letzter hatte auch noch die Hündin Ayla dabei (die noch nicht auf Twitter vertreten ist, aber über einen Facebook-Account verfügt ;-)).

So trafen wir uns denn zunächst am Schloss, um von dort aus auf einer vorher geplanten Route (blau in unten stehender Karte) Richtung Sankt Johanner Markt zu ziehen, natürlich nicht auf dem direkten Wege, um unterwegs die Gelegenheit zu diversen Fotos zu haben. Nach anfänglichen Bedenken stellte sich heraus, dass sogar für gutes Wetter gesorgt war; niemand wurde nass, und auch die dunklen Wolken verzogen sich relativ schnell 🙂

Routen Mobile City Walk Saarbrücken 12.06.2010

Der Dino, Christian und BiancaGleich am Fuße des Schlossbergs gab es einen kleinen Aufenthalt, um den dortigen Flohmarkt zu sichten, wobei Dirk gleich einen Einkauf tätigte, der uns den Rest der Tour begleiten sollte und vermutlich das meist fotografierte Motiv des gesamten Saarbrücker Mobile City Walks war: der Dino schlüpfte aus seinem Ei (und ja, er war durchaus mobil ;-)).

Weitere Stationen waren das Staatstheater, die Basilika St. Johann, das Rathaus, die Johanneskirche, das Nauwieserviertel, die Sankt-Michael-Kirche incl. des dort befindlichen Spielplatzes (wer hat gesagt, dass der nur für Kinder ist? Twitterer und Dinos fühlen sich da auch wohl! :-)) und der Beethovenplatz sowie natürlich alles mögliche auf dem Weg dazwischen.
Da bereits der für 14h reservierte Tisch bei Tante Maja wartete (ja, man kann auf dieser Strecke durchaus zweieinhalb Stunden verbringen, wenn man sich etwas Zeit für Fotos und sonstige Spielereien nimmt :-)), beschlossen wir spontan, den Rest der Strecke abzukürzen und uns direkt wieder Richtung Sankt Johanner Markt zu begeben, um uns auf unser (wie ich finde: wohlverdientes) Mittagessen zu stürzen. Letztendlich hatten wir dann die in obiger Karte violett markierte Strecke hinter uns gebracht.

Einen Teil der Fotos der Saarbrücker Teilnehmer findet Ihr in dieser Gruppe bei Flickr, meine Fotos gibt es zusätzlich auch noch hier (in voller Auflösung und als komplette Sammlung, da man mit einem kostenlosen Flickr-Account nur maximal 100MB/Monat hochladen darf, insofern hat eine exzessiv genutzte 5-Megapixel-Kamera auch ihre Nachteile…).

Kunstwerk Bahnhofstrasse vor KarstadtAbschließend noch einen herzlichen Dank auch an Addisson-Wesley, die den Wettbewerb ins Leben gerufen haben, und Bianca, die sich um die Organisation der Saarbrücker Ausgabe gekümmert hat :-).
Eine rundum gelungene Aktion, die man – ob mit oder ohne Wettbewerb drumherum – natürlich auch an anderer Stelle mal wiederholen könnte… 🙂
Wer auch immer nun die Preise für das beste Saarbrücker Foto und das des gesamten Wettbewerbs abräumen sollte: es hat jedenfalls richtig Spaß gemacht, und das ist ja eigentlich das wichtigste 🙂

Weitere Artikel zu der Aktion findet Ihr hier (falls ich was vergessen haben sollte: bitte melden, ist keine böse Absicht, ich ergänze gern…):

Sulzbachstrasse Saarbrücken

Und last but not least: die Abstimmung über das beste Saarbrücker Foto findet Ihr bei TwtPoll.

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