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Fr, 10.09.2010

Gefrorener Joghurt auf dem Handy – Android 2.2 auf dem O2-Desire  

Filed under: Handy,non-digest,Twitter von Mawan, 04:31:36 Uhr
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Seit Montag gibt es das lang ersehnte Update auf die aktuelle Android-Version 2.2, also das von Google entwickelte Betriebssystem für mobile Geräte, auch für das HTC Desire von O2, was insofern für mich von besonderem Interesse ist, da ich ein derartiges Gerät mein eigen nennen darf. Diese ist – wie immer bei Android – nach einer Leckerei benannt, nämlich nach dem insbesondere in Amerika beliebten „Gefrorenen Joghurt“, englisch „frozen joghurt“ oder kurz „froyo“. Vorgänger und Nachfolger heißen übrigens „Eclair“ bzw. „Gingerbread“.Frozen joghurt for the HTC Desire

Das Verfahren sieht so aus, dass nach der Entwicklung der eigentlichen Android-Version vom jeweiligen Hersteller (im Falle des Desire also HTC) eine Anpassung für das konkrete Gerät, die Umgebung (hier somit: Sense) etc. vorgenommen wird; basierend auf dieser Software bauen die meisten Mobilfunkbetreiber für „ihre“ Geräte noch netzspezifische  Voreinstellungen, vorinstallierte Software und Daten ein und aktivieren bzw. deaktivieren bestimmte Funktionen.
Diesbezüglich finde ich O2 vorbildlich: man lässt Tethering (also die Möglichkeit, z.B. einem Laptop eine Internet-Verbindung über das Handy zur Verfügung zu stellen) zu, liefert die Navigationssoftware Telmap kostenlos mit – lediglich die Datenübertragung muss der Kunde bezahlen, jedoch nicht die unbegrenzte Nutzung – und verzichtet darauf, das Handy mit eigenen Hintergrundbildern, Klingeltönen und anderen Dingen zu „verschönern“ oder sonstige Funktionen einzuschränken.
Diese von mehreren Unternehmen wiederum wird noch von Google begutachtet und schließlich zum Update verteilt.

O2 hat – wie auch via Twitter bekannt gegeben – zunächst ein sogenanntes „over the air“-Update angeboten, d.h. die Aktualisierung ist über eine bestehende Internetverbindung via Mobilfunk oder WLAN  verfügbar und kann eingespielt werden, ohne dass Daten oder Anwendungen verloren gehen. Davon abgesehen ist es natürlich trotzdem eine gute Idee, von Zeit zu Zeit Backups anzufertigen, schließlich kann ein Handy auch mal beschädigt werden oder verloren gehen, so dann man ggfs. auch unabhängig von irgendwelchen Betriebssystemaktualisierungen froh sein könnte, zumindest noch die Daten auf dem Rechner zu haben.
Leider hat es dann wohl mit neueren Desire-Modellen (nämlich denen mit SuperLCD-Display, O2 spricht in diesem Zusammenhang von einer Auslieferung ab August) Probleme gegeben, die sich äußern, indem das Gerät im Laufe des Update-Vorgangs nach einem Neustart nicht mehr korrekt startet. Daraufhin wurde die „over the air“-Aktualisierung wieder zurückgezogen; mittlerweile ist die Software stattdessen  zum Einspielen via Windows-PC verfügbar, die allerdings den Nachteil hat, dass das Desire sich anschließend wieder im Auslieferungszustand befindet, d.h. Anwendungen und Daten erstmal verloren sind und wiederhergestellt werden müssen, was natürlich mindestens einiges an Zeit, ggfs. sogar (bei kostenpflichtigen Anwendungen) Geld kosten könnte. Dennoch halte ich das Vorgehen für das geringste Übel, da es wohl nicht ohne weiteres möglich sein dürfte, beim Anbieten eines Updates zwischen den verschiedenen Desire-Ausgaben zu unterscheiden, und das Lahmlegen eines Handys ist nun mal recht unschön, so dass es Priorität haben sollte, etwas derartiges zu verhindern, zumal momentan noch nicht so recht klar zu sein scheint, was denn nun schief gelaufen ist – jedenfalls scheint die gleiche Software-Version beim Einspielen über den PC zu funktionieren, over the air jedoch nicht (zumindest nicht auf jedem Handy).

Zwar äußerten sich diverse betroffene Benutzer z.B. auf Twitter eher verärgert (was natürlich nachvollziehbar ist – auch ich habe mich zunächst etwas gewundert, dass trotz Tests bei Google, HTC und O2 dennoch grundlegende Probleme auftreten), erst recht vor dem Hintergrund der doch recht langen Wartezeit bis zur Verfügbarkeit des Updates, auch im Vergleich zu den Angeboten von HTC (für Provider-unabhängige Geräte) und Vodafone, die Froyo bereits länger zur Verfügung stellen,  jedoch sollte man auch bedenken, dass es nicht ganz trivial ist, alle möglichen Bedingungen von vornherein in Tests abzudecken, so gibt es neben den unterschiedlichen Hardware-Versionen auch verschiedene Update-Möglichkeiten (over the air, per PC/USB; letzteres funktioniert wohl bei allen Modellen), ggfs. verschiedene Vorversionen, von denen man updated etc.
Und immerhin hat man, nachdem es zu Problemen kam, sehr zügig reagiert und über die Probleme informiert, das kann man ja leider auch nicht von jedem Unternehmen sagen.
Überhaupt kommuniziert O2 generell recht gut über seine Twitter-Accounts (u.a. @o2online_de, @o2myhandy und @o2business) über aktuelle Entwicklungen, beantwortet Fragen etc.

Hinzu kommt, dass O2 die ROM-Version (nicht zu verwechseln mit der Android-Version!) 2.14.207.1 anbietet, die etwas neuer als 2.09.* (HTC) bzw. 2.10.* (Vodafone), die wohl momentan an anderer Stelle verfügbar sind; hier dürften also ein paar kleinere Fehler bereits beseitigt sein und die O2-Kunden erhalten wohl das neueste Android in Deutschland (wobei abzuwarten bleibt, welche Version denn die Telekom ihren Kunden zur Verfügung stellen wird; hierzu gibt es meines Wissens noch keine genauere Ankündigung).

Unabhängig von diesen Problemen – von denen ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts wusste, aber auch glücklicherweise sagen kann, dass sie mein Desire nicht betreffen –  habe ich gleich am Montag Vormittag das over the air Update eingespielt.
Der erste Versuch schlug zwar fehl, jedoch nur wegen mangelndem Anwendungsspeicher (bei mir waren es um die 17-18 MB, während das Update ca. 25 MB erforderte; das mag aber auch an den vorhandenen Daten liegen, die während des Updates automatisch gesichert werden; die Zahlen können also auch abweichen). Das war aber nicht tragisch, nach dem Deinstallieren einiger kostenloser Anwendungen (darunter Google Maps, von dem mit dem Update ohnehin eine zu diesem Zeitpunkt aktuelle Version installiert wird, sowie etwas anderem Kleinkram) war jedoch genügend Platz vorhanden und das Update lief problemlos durch, allerdings musste dazu die Update-Datei nochmals heruntergeladen werden, was aber dank WLAN-Nutzung kein wirkliches Problem darstellte, über das Mobilfunknetz wäre es ärgerlich gewesen.

Neben dem bereits oben erwähnten Tethering ist die wohl wichtigste Neuerung von Android 2.2, dass man Anwendungen statt wie bisher im internen Speicher auf der SD-Karte  installieren kann, wo natürlich im allgemeinen deutlich mehr Speicherplatz zur Verfügung steht. Allerdings muss dies von der jeweiligen Anwendung unterstützt werden, was momentan noch nicht durchgängig der Fall ist; außerdem gibt es z.B. mit Google Earth Probleme: zwar kann man die Anwendung nach der Installation auf die SD-Karte verschoben werden, jedoch verbleiben auch in diesem Fall stolze 18 der insgesamt ca. 25 MB im internen Speicher, was ein vielfaches der Gesamtgröße der meisten anderen Anwendungen darstellt; hier ist auf ein Update zu hoffen, das derartige Probleme behebt.
Für die Anwendungen, die es schon jetzt problemlos unterstützen, ist das eine schöne Sache, insbesondere für Leute wie ich, die gern mal ein paar Anwendungen mehr installieren, da man sie ja irgendwann mal brauchen könnte oder einfach gern damit rumspielt. Für diese Fälle bietet sich ein Tool wie App2SD an, das auf Wunsch automatisch direkt nach der Installation darüber informiert, dass ein Verschieben möglich ist und das ggfs. mit einem einfachen Antippen auch gleich erledigt, was einfacher ist, als sich durch Einstellungs- und Anwendungsmenüs hangeln zu müssen, prinzipiell geht das so aber auch mit Bordmitteln.

Auch ansonsten sind ein paar Dinge etwas neuer und besser, so kann man jetzt bei den Nachrichten direkt auf Links in SMS- oder MMS-Nachrichten klicken anstatt nochmal durch ein Zwischenmenü gehen zu müssen, in dem noch ein Teil des Textes abgeschnitten wurde, man hat eine bessere Übersicht über die bereits getippten Zeichen beim Verfassen etc. HTC stellt direkt eine Anwendung zur Verfügung, mit der man die eigentlich zur Kamera gehörende LED auch als Taschenlampe verwenden kann; auch eine App, um das Desire als WLAN-Accesspoint zu konfigurieren, ist eine sinnvolle Ergänzung.
Auch von Telmap gibt es eine etwas neuere Version; in Gegensatz zur ursprünglich installierten Fassung ist hier eine Nutzung über WLAN nicht mehr möglich, was erstens verständlich ist, man will hier wohl nur O2-Kunden zulassen und könnte andernfalls schlechter auf diese eingrenzen, zweitens ist das außer zu Testzwecken keine wirklich Einschränkung, da man ein Navigationssystem ohne eher unterwegs als in der Wohnung braucht. Weiterhin brauche ich ohnehin eher selten überhaupt ein Navi und wenn, benutze ich seit geraumer Zeit eher Google Maps, in dem seit Version 4.4 ja auch eine Navigation enthalten ist, sogar mit Sprachausgabe.
Etwas ärgerlich ist, dass kurz nach diesem Froyo-Update auch eine neue Version von Google Maps 4.5 erschienen ist, die sich nur als Update installieren lässt und somit zusätzlich Speicherplatz verbraucht. Auch beim mitgelieferten PDF-Viewer gibt es einen Kritikpunkt: im Gegensatz zur früheren Version fehlt hier die Funktion des freien Textflusses, die insbesondere beim Lesen von Dokumenten in eher kleinerer Schriftart sehr nützlich war, da man so den Text größer zoomen konnte, ohne deswegen den betrachteten Textabschnitt ständig hin- und herschieben zu müssen.

Ein paar Kleinigkeiten musste ich nach dem Update neu einstellen, z.B. nutze ich als Twitter-Client Seesmic (was ich übrigens nur empfehlen kann) statt des mitgelieferten Peep; dieses war nach dem Update nicht nur wieder mit regelmäßigen Datenaktualisierungen aktiviert, sondern meinte auch noch, mir meine Follower in die Kontakte hinzufügen zu müssen; beides ließ sich aber unter Einstellungen problemlos beheben (sollte man aber ggfs. dran denken, sonst wird unnötiger Datentransfer verursacht und man erhält ggfs. Benachrichtigungen über @-replies oder DMs doppelt; zudem werden die Kontakte – die im internen Speicher liegen – meiner Ansicht nach unnötig aufgebläht, in meinem Fall um etwas über 3 MB).
Auch die Spracheinstellung (als Handysprache verwende ich Englisch statt Deutsch) musste erneut umgestellt werden; auch das ist natürlich problemlos machbar.
Zusätzlich zu den vorher vorhanden und problemlos übernommenen Mailaccounts wurde noch ein unkonfigurierter O2-Account hinzugefügt, was aber möglicherweise daran liegt, dass der vorhandene O2-Account noch eine genion-Adresse (statt o2online.de) ist und daher nicht als bereits vorhanden erkannt wurde – ja, ich bin schon länger – übrigens im allgemeinen durchaus zufriedener – Kunde, sogar schon seit VIAG-Intercom-Zeiten… Auch dieser zusätzliche Account ließ sich problemlos entfernen.

Insgesamt kommt mir das Handy etwas schneller als vor dem Update vor (mit der Einschränkung, dass Anwendungen ggfs. durch das Verschieben auf die SD-Karte etwas an Geschwindigkeit, insbesondere beim Start, einbüßen können), sowohl was die Verwendbarkeit nach dem Booten als auch den laufenden Betrieb angeht; wirklich gravierende Unterschiede zu Eclair konnte ich jedoch nicht feststellen, von Nachteil ist die neuere Version aber weder diesbezüglich noch in anderer Hinsicht.

Fazit nach ein paar Tagen mit dem neuen Betriebssystem: Ein in meinen Augen durchaus lohnendes und zumindest für mein Handy-Modell problemloses Update.
Danke an die Ersteller 🙂

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Di, 15.06.2010

Unterwegs auf Fototour in Saarbrücken – Mobile City Walk 2010  

Bianca aka @ChiliConCharme hatte uns vor einiger Zeit auf den Mobile City Walk aufmerksam gemacht, einen Fotowettbewerb, der u.a. von Addison-Wesley initiiert worden ist, in diversen Städten gleichzeitig stattfinden sollte, „mobiles Leben“ zum Thema hatte und bei dem konsequenterweise auch nur Handys bzw. Smartphones zum Bilderschießen zugelassen waren.
Dankenswerterweise hatte sich Bianca als lokale Organisatorin zur Verfügung gestellt und somit die Teilnahme Saarbrückens erst ermöglicht. Für sechs weitere Leute eine willkommene Gelegenheit, ein paar unterhaltsame Stunden zu verbringen und die Landeshauptstadt – auch wenn die natürlich jeder schon irgendwie kannte – mal aus anderer Perspektive und viel bewusster als im alltäglichen Vorbeirennen zu erleben; bei mir kam noch dazu, dass es natürlich die perfekte Gelegenheit war, mein relativ neues HTC Desire auch mal bei so einer Gelegenheit auszuprobieren (ein Blogartikel zum neuen Spielzeug ist übrigens auch geplant, mal schauen, wann ich dazu komme…). Bianca hat das gleiche Gerät schon länger, und wie man heute via Twitter erfahren durfte, haben wir Christian (@Chrysadelic) wohl auch überzeugt… 😉
Ich, Tim, Bianca, Christian, Judith, Dirk, Tim und Ayla (vorn)Außerdem waren noch ein paar andere Leute aus Twitterstammtisch-Kreisen dabei, nämlich Dirk (@beatnig) und Judith (@JayRachel); darüber hinaus konnten wir uns auch darüber freuen, Tim (@TimRozenski) und Tobias (@tobi0001) mal persönlich kennen zu lernen; letzter hatte auch noch die Hündin Ayla dabei (die noch nicht auf Twitter vertreten ist, aber über einen Facebook-Account verfügt ;-)).

So trafen wir uns denn zunächst am Schloss, um von dort aus auf einer vorher geplanten Route (blau in unten stehender Karte) Richtung Sankt Johanner Markt zu ziehen, natürlich nicht auf dem direkten Wege, um unterwegs die Gelegenheit zu diversen Fotos zu haben. Nach anfänglichen Bedenken stellte sich heraus, dass sogar für gutes Wetter gesorgt war; niemand wurde nass, und auch die dunklen Wolken verzogen sich relativ schnell 🙂

Routen Mobile City Walk Saarbrücken 12.06.2010

Der Dino, Christian und BiancaGleich am Fuße des Schlossbergs gab es einen kleinen Aufenthalt, um den dortigen Flohmarkt zu sichten, wobei Dirk gleich einen Einkauf tätigte, der uns den Rest der Tour begleiten sollte und vermutlich das meist fotografierte Motiv des gesamten Saarbrücker Mobile City Walks war: der Dino schlüpfte aus seinem Ei (und ja, er war durchaus mobil ;-)).

Weitere Stationen waren das Staatstheater, die Basilika St. Johann, das Rathaus, die Johanneskirche, das Nauwieserviertel, die Sankt-Michael-Kirche incl. des dort befindlichen Spielplatzes (wer hat gesagt, dass der nur für Kinder ist? Twitterer und Dinos fühlen sich da auch wohl! :-)) und der Beethovenplatz sowie natürlich alles mögliche auf dem Weg dazwischen.
Da bereits der für 14h reservierte Tisch bei Tante Maja wartete (ja, man kann auf dieser Strecke durchaus zweieinhalb Stunden verbringen, wenn man sich etwas Zeit für Fotos und sonstige Spielereien nimmt :-)), beschlossen wir spontan, den Rest der Strecke abzukürzen und uns direkt wieder Richtung Sankt Johanner Markt zu begeben, um uns auf unser (wie ich finde: wohlverdientes) Mittagessen zu stürzen. Letztendlich hatten wir dann die in obiger Karte violett markierte Strecke hinter uns gebracht.

Einen Teil der Fotos der Saarbrücker Teilnehmer findet Ihr in dieser Gruppe bei Flickr, meine Fotos gibt es zusätzlich auch noch hier (in voller Auflösung und als komplette Sammlung, da man mit einem kostenlosen Flickr-Account nur maximal 100MB/Monat hochladen darf, insofern hat eine exzessiv genutzte 5-Megapixel-Kamera auch ihre Nachteile…).

Kunstwerk Bahnhofstrasse vor KarstadtAbschließend noch einen herzlichen Dank auch an Addisson-Wesley, die den Wettbewerb ins Leben gerufen haben, und Bianca, die sich um die Organisation der Saarbrücker Ausgabe gekümmert hat :-).
Eine rundum gelungene Aktion, die man – ob mit oder ohne Wettbewerb drumherum – natürlich auch an anderer Stelle mal wiederholen könnte… 🙂
Wer auch immer nun die Preise für das beste Saarbrücker Foto und das des gesamten Wettbewerbs abräumen sollte: es hat jedenfalls richtig Spaß gemacht, und das ist ja eigentlich das wichtigste 🙂

Weitere Artikel zu der Aktion findet Ihr hier (falls ich was vergessen haben sollte: bitte melden, ist keine böse Absicht, ich ergänze gern…):

Sulzbachstrasse Saarbrücken

Und last but not least: die Abstimmung über das beste Saarbrücker Foto findet Ihr bei TwtPoll.

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