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Di, 21.01.2014

#MOP14 W Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste [3.75/5]  

Filed under: non-digest von Martin Wanke, 13:41:25 Uhr

Eine mit ihrem Kurzfilm auf das Filmfestival Cannes eingeladene Regisseurin schickt statt sich selbst eine Schauspielerin ins Getümmel und dokumentiert die Abläufe insbesondere hinter den Kulissen einer solchen Veranstaltung. Das soll auf die Problematik hinweisen, dass kaum Frauen in den Hauptwettbewerben der A-Festivals nominiert werden. Leider gelingt das meiner Ansicht nach nur mäßig, während die permanenten Streitereien mit der Figur des etwas unfähigen Produzenten das Nervenkostüm des zunächst aufgrund der Idee durchaus geneigten Zuschauer doch spürbar strapazieren.

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Fr, 26.10.2012

Dauerhaftes DHL-Desaster (Drama mit diversen Darstellern)  

Prolog

Für mich hat sich seit heute die DHL-Nutzung, insbesondere die von Packstationen erledigt; ich werde in Zukunft dann schauen, ob ich Pakete etc. mit irgendeinem anderen Paketdienstleister bekommen kann.

Goldcard mit Postnummer

Packstation Goldcard mit Postnummer

Wie es dazu kam, obwohl ich eigentlich seit vielen Jahren zufriedener Packstation-Kunde war? Im folgenden ein Ablauf diverser Ereignisse, die dazu geführt haben.
Zunächst aber ein nicht unwesentlicher Punkt in diesem Kontext, nämlich meine Postnummer, die man z.B. der sogenannten „Goldcard“ entnehmen kann: nicht nur laut diesem Foto lautet meine Postnummer offensichtlich 416720, ist also insbesondere sechstellig. Das war wohl in den Anfangszeiten der Packstation so üblich, während heute eher achtstellige Nummern vergeben werden, wohl aufgrund der gestiegenen Nachfrage. Soweit ist das natürlich noch kein Problem.

1. Akt

zurückgekommenes Paket Nr. 1

Die Probleme begannen mit einem Paket meiner Eltern, das mit der Begründung „nicht AGB konform“ (ich wusste bis dahin nicht einmal, dass das Format der Postnummern in den AGBs geregelt wird, aber wie auch immer…), der umkringelten Postnummer sowie dem handschriftlichen Hinweis „falsch“ im August 2011 zurückging. Nun, die Nummer stimmt offenbar mit der o.g. überein, ist nach meiner Auffassung auch recht gut lesbar und somit keineswegs falsch.

Nachfragen auf Absenderseite (in diesem Fall einer Postagentur in einer osthessischen Kleinstadt, die dortige Postifiliale gibt es seit Jahren nicht mehr), dem Postamt in Dudweiler, also dem Zielort besagten Pakets, sowie der Packstation Hotline führten zu keinen nennenswerten Erkenntnissen, offenbar hatte da jemand einen Fehler gemacht. Kann ja mal vorkommen, das Paket wurde erneut verschickt (an die gleiche Adresse) und kam – wie diverse andere Pakete davor und danach – an, und über ein Geburtstagsgeschenk freut man sich ja auch mit ein paar Tagen Verspätung. Also nicht optimal, aber nicht wirklich tragisch.

2. Akt

Am 16.10.2012 bestellte ich gleich mehrere Artikel über Amazon (incl. Marketplace-Händlern), die auf drei Sendungen aufgeteilt wurden, sowie eine weitere Lieferung von Mix-Computer; alle Lieferungen sollten an die gleiche Adresse gehen sollten, nämlich meine Packstation-Adresse (die übrigens bei Amazon schon seit längerer Zeit als Standard-Lieferanschrift eingetragen ist und mit der es – mit Ausnahme des ersten Akts – noch nie Probleme gab). Das Paket von Amazon selbst stand am Samstag der gleichen Woche in der Packstation zur Abholung bereit, die anderen Sendungen sind laut Mitteilungen der jeweiligen Händler in der gleichen Woche verschickt worden. So weit, so gut.

Tracking Mix-Paket, 1. Versuch

Doch bereits am Tag zuvor musste ich im Tracking zu dieser Sendung feststellen, dass wohl irgend etwas nicht ganz wie geplant läuft: „Die Sendung konnte nicht in der PACKSTATION eingestellt werden.“ Na gut, die kann ja mal voll sein, aber wieso geht die dann zurück nach Speyer und am nächsten Tag nach Rodgau, also wieder das Start-Paketzentrum zurück?!? Am Montag wurde es noch besser, das Paket wurde erfolgreich zugestellt, und zwar in Linden. Hm, schön, nur wusste ich bis dahin nicht einmal, wo Linden liegt (mittlerweile bin ich darüber informiert, dass sich dort wohl das Auslieferungslager des Computerhändlers befindet, der unter Gießener Anschrift auftritt). Also rief ich bei DHL an, wo man mir mitteilte, dass das Paket zum Absender zurückgegangen sei und ich dort bitte dort nachfragen möge; einen Grund für die Rücksendung konnte man mir auch auf Nachfrage nicht nennen. Naja, sich kostenpflichtig das Tracking vorlesen zu lassen mag ja auch seine Vorteile haben, auch wenn ich noch nicht ganz herausgefunden habe, welche. Bei Mix konnte man mir zwar die Rücksendung bestätigen, hatte aber noch keine Details, auch die Maße sollten im Rahmen der für Packstationen zulässigen Maße liegen.

Am Dienstag kam dann der Rücksendegrund per Mail:

Sehr geehrter Herr Wanke,
heute kam die Sendung zum Auftrag 270381280 zurück, laut DHL ist die Postnummer falsch.
Bitte prüfen Sie die Lieferadresse und teilen uns die korrekte Adresse mit:
Martin Wanke
416720
Packstation 103
66125 Saarbrücken
Viele Grüße
MIX Computerversand GmbH

Schlecht, und zwar gleich doppelt: zum einen hätte ich die enthaltenen Computerteile dringend gebraucht, zum anderen war die Adresse ja (der aufmerksame Leser wird sich an meine Postnummer von der Goldcard oben erinnern…) meiner Ansicht nach durchaus richtig, auch die Anschrift der Packstation sah vollkommen korrekt aus, wie sich z.B. hier überprüfen lässt.
Ich bat Mix also darum, das Paket noch einmal rauszuschicken, was man dann auch tat.
Dass ich wenig erfreut war, habe ich u.a. auf Twitter geäußert, woraufhin ich vom Twitter-Account von @DHLPaket gebeten wurde, per Mail die Details zu schicken. Naja, die Hotline war nicht wirklich hilfreich, aber das konnte man ja mal probieren. Ergebnis: auch keine wirkliche Fehlerursache oder Lösungsmöglichkeit, aber ein freundlicher Entschuldigungs-Textbaustein samt Gutschein über eine Online-Paketmarke. Besser als nichts, aber mein Paket wäre mir natürlich lieber gewesen.
Ach ja, und überhaupt, was war eigentlich mit meinen anderen beiden Sendungen aus der Amazon-Bestellung? Ok, die waren nicht so dringend, und ich hatte auch keine Tracking-Nummern dazu, also einfach mal weiter abwarten, Hauptsache, ich hätte bald das Mix-Paket…

3. Akt

Im Tracking zum zweiten Versuch ließ sich ab Donnerstag verfolgen, dass das Mix-Paket auf dem üblichen Weg in die Saarbrücker Packstation war. Gut, dann würde ich es hoffentlich bald ankommen. Bevor es soweit war, eine Nachricht von einem der beiden Amazon-Marketplace-Händler:

   Hallo Martin Wanke
   Ihre bei uns hinterlegte Kundennummer lautet (hier entfernt)
   Leider gab es mit der Zustellung Ihres Paketes Probleme
   Laut DHL ist Ihre angegebene Packstation Nr.unvollständig.
   Wir lieferten wie gewünscht an:
   Empfänger
   416720
   Martin Wanke
   Packstation 103
   D-66125 Saarbrücken
   Artikelnummer: 58801680959747
   1 x CSL - Floppy Diskettenlaufwerk USB 2,0 extern - Schwarz
   Bitte teilen Sie uns genau mit was mit dem Paket passieren soll.
   Sollen wir es an eine andere Adresse schicken, dann überweisen Sie
   bitte nochmal die Versandkosten auf das Ihnen bekannte Konto mit Angabe der
   Kundennummer oder Rechnungsnummer.
   Gruß und vielen Dank
   www.ITCheck24.de

Noch schlechter, da es jetzt noch einen Händler gab, dem ich hinterherlaufen muss, obwohl weder er noch ich – so jedenfalls nach wie vor meine Auffassung – irgendetwas falsch gemacht hat, aber dafür – wiederum wie ich – zusätzliche Arbeit und Kosten hat (woran auch der tolle Online-Paketmarken-Gutscheincode nichts ändert, zumal ich für diese Sendung dann nach den bisherigen Erfolgen zugunsten meiner Zeit und meines Nervenkostüms darauf verzichtet habe, nochmals DHL zu kontaktieren).
Aber noch stand ja der zweite Zustellungsversuch des Mix-Paketes aus, das für mich das wichtigste der hier genannten Sendungen war, und das war ja immer noch auf dem Weg in die Packstation. Dachte ich in meinem Optimismus…

4. Akt

Tracking Mix-Paket, 2. Versuch

Aus Gründen, wie es auf Twitter immer so schön heißt, regelmäßig das Online-Tracking meines Mix-Paketes  (also des zweiten Zustellungsversuchs…) beobachtend, musste ich leider eine unerfreuliche Wendung feststellen: wie schon beim ersten Versuch konnte das Paket nicht in die Packstation eingestellt werden. Mittlerweile hatte ich auch eine recht konkrete Idee, aus welchem angeblichen Grund das diesmal der Fall sein könnte und stürmte mit dem Fahrrad Richtung Packstation / Postamt in der Hoffnung, den Zuständigen noch zu erreichen, bevor er wieder zur Umsetzung der in meinen Augen alles andere als in irgendeiner Weise guten oder gerechtfertigten Idee schreiten konnte, das Paket wegen einer angeblich falschen Postnummer wieder zurück zum Absender zu verfrachten, leider vergebens (ok, sofern diese Kuriere nicht mit Sturzhelmen unterwegs sind, mag das in gewisser Hinsicht auch besser für alle Beteiligten gewesen sein… ;-)). Im Umfeld der Packstation sowie im Hof der Post war niemand anzutreffen, und in der Filiale fühlte man sich nicht zuständig, da man mit DHL ja nichts zu tun habe. Komisch, kurz vorher wurde ich vom gleichen Mitarbeiter noch gefragt, wann denn dieser Zustellversuch stattgefunden habe und teilte mir mit, gegen Mittag sei das irgendein Kurier, während man selbst eher gegen 6 oder 7 Uhr morgens die Packstation fülle, was dann – auch in Anbetracht der Tatsache, dass in ebendieser Filiale mitunter auch Pakete landen, wenn die Packstation überfüllt ist oder aus sonstigen Gründen nicht genutzt werden kann, in meinen Augen eine recht weitschweifende Auffassung des Begriffs „nichts“ ist; meine Lust, Semantik deutscher Sprache mit einem durchaus unfreundlichen Postfilialenmitarbeiter zu diskutieren, bewegte sich allerdings ungefähr auf einem Niveau mit der Aussicht, hier eine sinnvolle Lösung meines Problems finden zu können, und zwar einem ziemlich tiefen.

Voll der Verzweiflung ließ ich mich also dazu hinreißen, mal wieder die Hotline anzurufen, die schon weder im August 2011 noch in der Vorwoche eine nennenswerte Hilfe gewesen war, aber man weiß ja nie… Leider sah man sich nicht in der Lage, dafür zu sorgen, dass das Paket doch noch zugestellt wird (hätte von mir aus sogar an die Hausanschrift sein können, wenn die Packstation den Zusteller vor irgendwelche mir nicht ersichtliche Schwierigkeiten stellt, morgen ist schließlich Samstag und ich wäre sogar zu Hause…), stattdessen informierte man mich darüber, dass man da leider nichts tun könne und ich es doch bitte noch einmal verschicken lassen möge (das ist dann bereits das dritte Mal für die am 16.10. bestellten und dringend benötigten Computerteile). Was anderes wird mir dann leider nicht übrig bleiben, aber ich werde mich sehr bemühen, dass diese Zustellung nicht mit DHL erfolgt, schließlich möchte ich den Teilen nicht noch eine Reise zwischen dem Gießen bzw. Linden und Saarbrücken spendieren, sondern sie endlich in Emfang nehmen können.
Die knapp 14 Minuten Zeitverschwendung, die mich noch dazu 14 * 0,09€ = 1,26€ gekostet und nichts gebracht haben, hätte ich mir wirklich sparen können.

Epilog

Von dem dritten noch ausstehenden Amazon-Paket habe ich übrigens bis heute nichts gehört (und auch keine Tracking-Nummer), aber da es die erste der vier Sendungen war, das verschickt wurde und es somit schon längst eingetroffen sein sollte, wenn alles normal gelaufen wäre, habe ich schon eine ungefähre Idee, was mich in näherer Zukunft für eine Nachricht vom Absender dieses Pakets erreichen könnte. Andererseits erreichte ein am Montag mittag in die Packstation eingestelltes Päckchen von mir an einen andere Packstation-Adresse auch erst heute seine Empfängerin, also sollte man die Hoffnung nicht völlig aufgeben…

Das sind dann von 5 verschickten Sendungen (wobei eine der 2. Versuch einer bereits fehlgeschlagenen Sendung war) 1 angekommene, 3 aufgrund DHL-Fehlern zurückgegangene sowie eine weitere vermutlich ebenfalls zurückgeganges Sendung innerhalb von weniger als zwei Wochen, sprich eine Fehlerquote von 60-80%.

Nachdem ich sowohl vor ein paar Jahren als auch letzte Woche als auch heute die kostenpflichtige Hotline kontaktiert habe, ohne dass je was dabei rausgekommen wäre als sinngemäß „da hat wohl jemand einen Fehler gemacht, tut uns leid, versuchen Sie es halt nochmal“, sowohl vor ein paar Jahren als auch heute in der Postfiliale direkt neben der Packstation, in der i.a. auch Sendungen landen, wenn z.B. die Packstation voll ist, vorstellig geworden bin, wo man mir auch nicht weiterhelfen konnte und vermutlich auch nicht wirklich wollte („dafür sind wir gar nicht zuständig“), dort noch dazu recht unfreundlich war und bei einem Mailkontakt auch nicht mehr rausgekommen ist als ein paar Textbausteine, laut denen man sich „aufrichtig entschuldige“ und mir einen Gutschein für eine Online-Paketmarke zukommen ließ (tja, nett, dass man mich für mehrfache Zustellungen, die aufgrund der Unfähigkeit bei DHL überhaupt erst notwendig geworden ist, nicht auch noch mehrfach zahlen läßt, aber für Telefonkosten, Verzögerungen etc. entschädigt das leider auch nicht) sowie dem zwar freundlichen und bemühten, aber auch nicht wirklich hilfreichen Twitter-Account @DHLPaket, laut dem ich mal wieder die Daten per Mail schicken kann, ist jetzt wohl die Zeit gekommen, mich nach einem anderen Paketversender umzuschauen, da ich weder Zeit noch Lust habe, weiterhin DHL hinterherzulaufen, ob und falls ja unter welchen Umständen man es sich vielleicht doch noch vorstellen könnte, meine Pakete in Zukunft auch wieder an mich zuzustellen.

Falls das jemand von DHL liest: falls man mir eine wirkliche Lösung, bei der ich auch ohne grenzenlosen Optimismus (der mir in der aktuellen Situation leider etwas unangemessen vorkäme), dass bei genügend Versuchen ein Paket vielleicht irgendwann auch mal tatsächlich angekommen könnte statt zum Absender zurückgehen könnte, anbieten kann, höre ich mir die gern an; bei meinen bisherigen Versuchen war man davon leider deutlich entfernt. Da ich nicht einmal weiß, wo das Problem genau liegt (Software? Dann hätte aber nicht einmal das eine Paket ankommen sollen… Ein übereifriger, uninformierter Zusteller? Solchen Leuten sollte man aber spätestens nach den ersten Problemen beibringen können, dass Postnummern auch sechstellig sein können… Und wenn es wirklich nur mit achtstelligen Postnummern funktionieren sollte – was eigentlich schon peinlich genug wäre – sollte man die betroffenen Kunden spätestens nach nachweislich aufgetretenen und mehrfach gemeldeten Problemen darüber informieren und notfalls eine neue, funktionierende Postnummer vergeben können), kann ich es natürlich auch nicht beheben, zumal das wohl eher Sache von DHL wäre. Dann helfen aber auch Paketgutscheine und Textbausteinmails nichts, insofern bitte ich auch davon abzusehen, wenn auch diesmal nicht mehr dabei rauskommen sollte, und DHL möchte ich dann ohnehin nicht mehr nutzen, wenn es sich vermeiden läßt.
Allerdings werde ich mich informieren, ob ich für diese Desaster Schadenersatz beanspruchen kann, in bar, damit ich das z.B. bei Paketdienstleistern einsetzen kann, die Pakete auch zum Emfänger bringen.

Schade, eigentlich ist so eine Packstation-Zustellung eine wirklich schöne Sache (Win-Win-Situation: der Zusteller braucht nicht bei diversen Häusern vorbeizufahren, Pakete auzuladen, zu klingeln, festzustellen, dass ohnehin keiner da ist, Benachrichtigung schreiben und das Paket wieder mitzunehmen; der Kunde kann es rund um die Uhr einsammeln, ohne an Filialöffnungszeiten gebunden und dadurch unnötige Verzögerungen und Warteschlangen in Kauf nehmen zu müssen), aber dazu sollte das System natürlich auch funktionieren. In meinem Fall hat es das diverse Jahre getan, in den letzten Wochen war es nur noch unakzeptabel, unzumutbar und somit unbenutzbar, denn das Sendungen zu unrecht als unzustellbar zum Absender zurückgehen, mag vielleicht als Ausnahmefall durchgehen, bei DHL scheint das momentan der Normalzustand zu sein. Daher werde ich mich leider nach einer besseren Alternative umsehen müssen, und besser ist schon mal jeder Dienstleister, der in der Lage ist, die Pakete bei mir und nicht beim Absender abzuliefern. Das ist schließlich ein nicht unwesentlicher Bestandteil der Postzustellung und sollte ja irgendwie hinzukriegen sein.

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Do, 25.10.2012

Twitter Tools in die Tonne  

Filed under: Blogging,non-digest,Twitter,Web 2.0 von Mawan, 00:24:05 Uhr
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Nachdem das WordPress-Plugin Twitter Tools bisher schon häufiger mal Ärger bereitet hat (Probleme mit Umlauten in Hashtag-Tweets führten zum Abbruch des Digest, von Zeit zu Zeit war ein manueller Reset notwendig, die Artikel-Zeiten der Digests stimmten nicht mit der Zeit des Postings überein etc., vgl. z.B. auch Twitter Tools reloaded oder Twitter Tools mal wieder), wurde im Update auf 3.0 auch noch die Twitter-Digest-Funktion entfernt. Damit war bei mir endgültig der Punkt erreicht, mich endlich aufzuraffen, dieses Plugin über Bord zu werden und die bisher in einem Paket zusammengefassten Funktionen (was auch der Grund war, warum ich trotz allem so lange dabei geblieben bin) durch drei verschiedene Plugins zu ersetzen:

  •  Twitter Digest für die täglichen Digests, die ein Archiv (jetzt auch inclusive Retweets) meiner Tweets darstellen,
  • Twitter Wings für die Darstellung der neusten Tweets in der Sidebar und
  • WP to Twitter, um auch meine Twitter-Follower darüber zu informieren, wenn es im Blog neue Artikel gibt.

Insgesamt sollte das hoffentlich besser funktionieren als bisher und wieder den vollen Funktionsumfang bereitstellen.

Und natürlich dient dieses Posting nicht nur zur Information über die technischen Hintergründe dieses Blogs, sondern auch, um den ganzen Spaß noch etwas zu testen… 🙂

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Mi, 10.10.2012

Zuschauersuche Zwonull: „Das Kind“  

Filmposter "Das Kind"Ein neues Konzept verfolgt die Low- Budget-Filmproduktion von „Das Kind„: man hat den Werbeetat heruntergekürzt und das entsprechende Geld in den Film selbst gesteckt; dafür hofft man nun, die so entgangene Aufmerksamkeit durch Blogger etc. wieder auffangen zu können.

Das ist doch mal ein interessanter Ansatz, ich unterstütze das jedenfalls mal (und zwar nicht nur, weil man so auch Freikarten für den Film erhalten kann…) 🙂 Und außerdem klingt eine Verfilmung eines Sebastian-Fitzek-Romans ja auch recht vielversprechend, zumal auch einige namhafte Darsteller wie Ben Becker und Dieter Hallervorden mit von der Partie sind; der Regisseur Zsolt Bács war bisher hauptsächlich im Bereich von TV-Produktionen tätig. Natürlich gibt es auch zu diesem Film einen IMDB-Eintrag.

Neugierig geworden? Dann schaut doch mal, wo in Eurer Nähe der Film so gezeigt wird… 🙂

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Di, 14.08.2012

Creative Commons Cinema  

Wusstet Ihr schon, dass seit einiger Zeit, genauer gesagt seit Juni 2012, im Filmhaus Saarbrücken einmal im Monat ein Film gezeigt wird, der unter Creative Commons-Lizenz veröffentlicht wurde?
Dabei handelt es sich um eine Lizenz, die die kostenlose Weitergabe unter bestimmten Bedingungen (der Name des Urhebers muss genannt werden, eiCreative Commons Logone Weitergabe von bearbeiteten Versionen kann ebenso wie eine kommerzielle Nutzung ausgeschlossen, erlaubt oder an die Weitergabe zu vergleichbaren Lizenzbedingungen geknüpft werden; weitere Details findet man bei z. B. bei Creative Commons) erlaubt.

Bei den bisherigen Vorstellungen gab es „Nasty Old People“ (28.06.2012, Informationen aufRIP!: A Remix Manifesto: Movie poster der Filmhaus-Seite bzw. in der IMDB) und „Sita Sings the Blues“ (26.07.2012, Filmhaus, IMDB) zu sehen, am Donnerstag dieser Woche, also dem 16.08.2012,  geht es ab 21h mit „RIP: A Remix Manifesto“ weiter, der das Urheberrecht im Informationszeitalter der neuen Medien thematisiert; auch hierzu gibt es natürlich weitere Informationen auf der Filmhaus-Seite und in der IMDB.
Mal abwarten, was ab September angeboten wird, wenn die Reihe – wie ich hoffe – fortgesetzt wird. 🙂

Der Eintritt zu den jeweiligen Vorstellungen war bzw. ist frei, etwaige Spenden werden an die entsprechenden Filmemacher weitergegeben. Die Filme werden normalerweise in Originalsprache gezeigt, teilweise mit deutschen oder englischen Untertiteln. Sogar DVDs mit den gezeigten Filmen werden angeboten (auch wenn man sich diese – in diesem Fall natürlich sogar legal – selbst aus dem Internet herunterladen oder direkt von dort schauen kann).

Wie ich finde, eine sehr schöne Idee, derartige Filme ins Bewusstsein der saarländischen Kinogänger zu rücken und gleichzeitig die Filmemacher damit zu unterstützen.
Vielleicht sieht man sich ja mal bei einer der zukünftigen Vorstellungen?

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Do, 12.07.2012

Stimmvieh-Schubsereien  

Filed under: Facebook,Internet,non-digest,Twitter von Mawan, 17:35:27 Uhr
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Nervt es eigentlich nur mich, dass sich in letzter Zeit die Tweets, Facebook-Postings etc. zu häufen scheinen, in denen Leute – teilweise in täglicher Wiederholung – darum betteln, dass man doch bei irgendeinem Internet-Wettbewerb für sie abstimmen möge?

Die Idee, über irgendwelche Wettbewerbe im Internet abstimmen zu lassen, ist ja an sich gut; so könnte man – so zumindest der Grundgedanke – ja recht gut herausfinden, was den meisten Benutzern am besten gefällt. Leider sieht die Praxis dann doch eher anders aus: nach der Phase der Bots (wer schreibt die besten Skripte, die automatisiert Stimmen abgeben, ohne dass es allzu sehr auffällt?) und den entsprechenden Gegenmaßnahmen der entsprechenden Seitenbetreiber (die die Bots zumindest sehr aufwändig machen würden…) ist es nun so, dass es hauptsächlich darum geht, wer das meiste Stimmvieh unter seinen Freunden, Bekannten und sonstigen Leuten, mit denen man irgendwie vernetzt ist, mobilisieren kann.

Nur hat das leider so gut wie gar nichts mehr mit der ursprünglichen Frage – wer also den besten Beitrag, das beste Projekt o.ä. eingereicht hat – zu tun, sondern gleicht eher einem virtuellen Schwanzlängenvergleich, wer – ggfs. durch tägliches Betteln, um nicht zu sagen: nerven – die meisten Leute mobilisieren kann. Was dann natürlich dazu führt, dass u.U. die besseren Beiträge mit der kleineren Stimmvieh-Herde verlieren. Ob das wirklich Sinn der Sache ist?
Und was ist so ein Erfolg dann eigentlich noch wert? Ok, die anderen machen das ja auch so, und manchmal gibt es ja auch etwas zu gewinnen, da könnte man dann schon auf die Idee kommen, dass es ja im Nachhinein egal ist, wie man zu dem Gewinn gekommen ist (was aber auch eher Motiv als Rechtfertigung ist…).

Wohlgemerkt, ich habe natürlich nichts dagegen, wenn jemand mal auf derartige Wettbewerbe hinweist. Auch dazuzuschreiben, dass man selbst, ein Bekannter o.ä. teilnimmt und man sich ggfs. über eine entsprechende Stimmabgabe freuen würde, ist für mich noch ok. Aber das sollte dann bitteschön im Rahmen bleiben, sowohl was die Anzahl der Wiederholungen angeht, und auch, was die Art und Weise der Verlinkungen angeht: häufig wird dann nämlich direkt auf die Seite zum Abstimmen für den eigenen Beitrag verlinkt; die Erklärung, worum es bei dem Wettbewerb überhaupt geht oder gar die anderen Teilnehmer muss das geneigte Volk ja offenbar gar nicht kennen, solange es nur im eigenen Sinne klickt.
Was man übrigens auch als mangelndes Vertrauen in die eigene Arbeit interpretieren könnte, denn wenn man davon überzeugt wäre, könnte man ja auch neutral auf derartige Abstimmungen hinweisen, ohne die Herde gleich noch in die „richtige“ Richtung schubsen zu müssen…

Nun kann ja jeder das posten, twittern und anderweitig verkünden, wozu er Lust hat (ich verbreite da sicherlich auch Dinge, die andere zumindest teilweise als nervend, uninteressant o.ä. empfinden).
Allerdings werden solche Beiträge bei mir keinesfalls zu einer entsprechenden  Stimmabgabe führen, sondern eher zu einer Verbannung aus meiner Timeline. Irgendwann ist es nämlich auch genug, und man muss sich ja nicht alles antun, schon gar nicht täglich.
Und mich nerven diverse Dinge, die in letzter Zeit doch immer häufiger in meinen Twitter- und Facebook-Timelines rumgeistern, eigentlich nur noch.

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Sa, 04.06.2011

Alles neu nach dem Mai  

Filed under: Blogging,Internet,non-digest,Web 2.0 von Mawan, 18:20:01 Uhr
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Mittlerweile sollte mein kompletter Webauftritt (einschließlich, aber nicht ausschließlich dieses Blogs) auf einen neuen Server umgezogen sein; die alten Links sollten dank entsprechender Umleitungen aber bis auf weiteres weiterhin funktionieren.
Und dieser Artikel ist natürlich nicht zuletzt ein Test, ob auch mit dem Blog wirklich alles so klappt wie gedacht 🙂

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Di, 02.11.2010

Flammendes Futtern – Twitterstammtisch-Flammkuchenessen  

Beim Curry-Meeting kam die Idee auf, dass man im Kreise von Besuchern des saarländischen Twitterstammtisches und ggfs.  anderer Interessierter auch weitere Arten von Nahrungsmitteln genießen gehen könnte, insbesondere wurden Flammkuchen und Sushi genannt, letzteres auch vor dem Hintergrund, dass zum damaligen Zeitpunkt gerade mehrere neue Sushi-Bars in Saarbrücken eröffnet hatten.
Eine spontane Umfrage unter einigen Twitterern bei der gestrigen Premiere des Hörspiels „Moe Hackett und das Gemälde des Schreckens“ ergab, dass wir zunächst mal die Idee mit dem Flammkuchenessens weiterverfolgen wollen, ein guter Zeitpunkt scheint hierfür die erste Novemberhälfte zu sein, da der nächste Twitterstammtisch am 26.11.2010 stattfinden wird, das nächste „Saarland Meets Wissensagentur“ sogar erst am 22.01.2011 und im Dezember erfahrungsgemäß mit Weihnachtsfeiern, Weihnachtsurlaub und natürlich dem Dezember-Twitterstammtisch auch anderweitig schon genügend Termine liegen.

Ort des Geschehens soll das Flammkuchenhaus im Saarbrücker Stadtteil St. Arnual in der Nähe des Tabakweihers (Im Almet 63, 66119 Saarbrücken-St. Arnual) werden, die Speisekarte ist auch via Internet einsehbar.
Zur Terminplanung gibt es eine Doodle-Umfrage, in die sich alle Interessenten bitte bis Fr, den 05.11.2010, abends eintragen, damit wir einen Termin finden, an dem möglichst viele können.

Die Sushi-Aktion werden wir dann wohl 2011 weiter planen… 🙂

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Mi, 15.09.2010

Freude über Freudsche Verbrechen – Claudio verschenkt Hörbücher  

Filed under: Freizeit,Hörspiel,non-digest,Unterhaltung von Mawan, 21:01:50 Uhr
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Heute mittag fiel mir folgender  Tweet von Claudio Medien auf:

Wer Lust hat ein Hörbuch zu hören und bereit ist, dieses kurz zu bewerten, bekommt HEUTE ein Hörbuch seiner Wahl geschenkt. Einfach melden.
@Hoerbuecher
Claudio Medien

Natürlich hielt ich das sofort für eine schöne Aktion, Hörbücher sind schließlich immer gut, erst recht, wenn es sie auch noch kostenlos bzw. im Gegenzug für eine kurze Rezension gibt. Als man mir noch versichert hatte, dass ich mir mit der Kritik Zeit lassen könne, stand für mich fest: ich bin dabei.

Nachdem ich gegen Abend dazu gekommen war, mir ein Hörbuch auszusuchen und dies zu twittern – meine Wahl war auf  „Freudsche Verbrechen“ von Eva Rossmann gefallen – erhielt ich fast sofort per DM einen Gutscheincode, mit dem sich das Hörbuch kostenlos herunterladen ließ.

Die Daten werden unter anderem als ZIP-Archiv zur Verfügung gestellt, das neben den einzelnen Tracks im MP3-Format (128 kbit/s) auch das Cover im JPG-Format enthält; die Einträge bleiben im Benutzerkonto erhalten (ich hatte vor längerer Zeit dort schon einmal etwas heruntergeladen, auch das war noch zugreifbar) und können von dort wahlweise direkt abgespielt, in Form einer MP3-Datei oder eben im bereits oben genannten ZIP-Archiv auf den eigenen Rechner kopiert werden, sogar ein direkter Zugriff auf einzelne Tracks ist verfügbar; somit ist insbesondere auch ein erneuter Download erworbener Inhalte zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Einige Hörbücher werden statt als MP3-Version im WMA-Format bereitgestellt, dies ist aber bereits in der Artikelansicht gut erkennbar.
Die Vorgehensweise – wie sie bis auf den Direktzugriff auf die einzelnen Tracks z.B. auch von Lauscherlounge bzw. Soforthoeren, wo die entsprechenden Dateien heruntergeladen werden können, praktiziert wird, halte ich für vorbildlich; die Angebote anderer Händler sind da leider weniger benutzerfreundlich, zum Beispiel kann man Inhalte bei Amazon nur einmalig herunterladen, audible stellt die meisten Inhalte sogar nur in einem speziellen Format zur Verfügung, so dass eine Nutzung unter Linux oder auf einem normalen MP3-Player schwierig bis unmöglich ist.

Vielleicht mag sich der ein oder andere meiner Leser auch noch ein kostenloses Hörbuch sichern – die Aktion läuft noch bis heute, 23:59h; somit bleiben Euch ja noch ein paar Stunden…
Wer meine Blogeinträge immer sofort liest, könnte hier also einen kleinen Vorteil haben 😉

Von meiner Seite geht erstmal ein herzliches Dankeschön an Claudio für die Aktion und die problemlose Abwicklung.
Die Rezension des Hörspiels folgt natürlich auch noch, allerdings muss ich es dazu selbstverständlich erstmal komplett hören, während ich bis jetzt noch nicht über das Kopieren auf meinen MP3-Player und den Anfang des Hörbuchs hinaus gekommen bin; könnte also noch ein paar Tage dauern, schließlich liegen noch ca. zweieinhalb Stunden Hörgenuss vor mir 🙂

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Fr, 10.09.2010

Gefrorener Joghurt auf dem Handy – Android 2.2 auf dem O2-Desire  

Filed under: Handy,non-digest,Twitter von Mawan, 04:31:36 Uhr
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Seit Montag gibt es das lang ersehnte Update auf die aktuelle Android-Version 2.2, also das von Google entwickelte Betriebssystem für mobile Geräte, auch für das HTC Desire von O2, was insofern für mich von besonderem Interesse ist, da ich ein derartiges Gerät mein eigen nennen darf. Diese ist – wie immer bei Android – nach einer Leckerei benannt, nämlich nach dem insbesondere in Amerika beliebten „Gefrorenen Joghurt“, englisch „frozen joghurt“ oder kurz „froyo“. Vorgänger und Nachfolger heißen übrigens „Eclair“ bzw. „Gingerbread“.Frozen joghurt for the HTC Desire

Das Verfahren sieht so aus, dass nach der Entwicklung der eigentlichen Android-Version vom jeweiligen Hersteller (im Falle des Desire also HTC) eine Anpassung für das konkrete Gerät, die Umgebung (hier somit: Sense) etc. vorgenommen wird; basierend auf dieser Software bauen die meisten Mobilfunkbetreiber für „ihre“ Geräte noch netzspezifische  Voreinstellungen, vorinstallierte Software und Daten ein und aktivieren bzw. deaktivieren bestimmte Funktionen.
Diesbezüglich finde ich O2 vorbildlich: man lässt Tethering (also die Möglichkeit, z.B. einem Laptop eine Internet-Verbindung über das Handy zur Verfügung zu stellen) zu, liefert die Navigationssoftware Telmap kostenlos mit – lediglich die Datenübertragung muss der Kunde bezahlen, jedoch nicht die unbegrenzte Nutzung – und verzichtet darauf, das Handy mit eigenen Hintergrundbildern, Klingeltönen und anderen Dingen zu „verschönern“ oder sonstige Funktionen einzuschränken.
Diese von mehreren Unternehmen wiederum wird noch von Google begutachtet und schließlich zum Update verteilt.

O2 hat – wie auch via Twitter bekannt gegeben – zunächst ein sogenanntes „over the air“-Update angeboten, d.h. die Aktualisierung ist über eine bestehende Internetverbindung via Mobilfunk oder WLAN  verfügbar und kann eingespielt werden, ohne dass Daten oder Anwendungen verloren gehen. Davon abgesehen ist es natürlich trotzdem eine gute Idee, von Zeit zu Zeit Backups anzufertigen, schließlich kann ein Handy auch mal beschädigt werden oder verloren gehen, so dann man ggfs. auch unabhängig von irgendwelchen Betriebssystemaktualisierungen froh sein könnte, zumindest noch die Daten auf dem Rechner zu haben.
Leider hat es dann wohl mit neueren Desire-Modellen (nämlich denen mit SuperLCD-Display, O2 spricht in diesem Zusammenhang von einer Auslieferung ab August) Probleme gegeben, die sich äußern, indem das Gerät im Laufe des Update-Vorgangs nach einem Neustart nicht mehr korrekt startet. Daraufhin wurde die „over the air“-Aktualisierung wieder zurückgezogen; mittlerweile ist die Software stattdessen  zum Einspielen via Windows-PC verfügbar, die allerdings den Nachteil hat, dass das Desire sich anschließend wieder im Auslieferungszustand befindet, d.h. Anwendungen und Daten erstmal verloren sind und wiederhergestellt werden müssen, was natürlich mindestens einiges an Zeit, ggfs. sogar (bei kostenpflichtigen Anwendungen) Geld kosten könnte. Dennoch halte ich das Vorgehen für das geringste Übel, da es wohl nicht ohne weiteres möglich sein dürfte, beim Anbieten eines Updates zwischen den verschiedenen Desire-Ausgaben zu unterscheiden, und das Lahmlegen eines Handys ist nun mal recht unschön, so dass es Priorität haben sollte, etwas derartiges zu verhindern, zumal momentan noch nicht so recht klar zu sein scheint, was denn nun schief gelaufen ist – jedenfalls scheint die gleiche Software-Version beim Einspielen über den PC zu funktionieren, over the air jedoch nicht (zumindest nicht auf jedem Handy).

Zwar äußerten sich diverse betroffene Benutzer z.B. auf Twitter eher verärgert (was natürlich nachvollziehbar ist – auch ich habe mich zunächst etwas gewundert, dass trotz Tests bei Google, HTC und O2 dennoch grundlegende Probleme auftreten), erst recht vor dem Hintergrund der doch recht langen Wartezeit bis zur Verfügbarkeit des Updates, auch im Vergleich zu den Angeboten von HTC (für Provider-unabhängige Geräte) und Vodafone, die Froyo bereits länger zur Verfügung stellen,  jedoch sollte man auch bedenken, dass es nicht ganz trivial ist, alle möglichen Bedingungen von vornherein in Tests abzudecken, so gibt es neben den unterschiedlichen Hardware-Versionen auch verschiedene Update-Möglichkeiten (over the air, per PC/USB; letzteres funktioniert wohl bei allen Modellen), ggfs. verschiedene Vorversionen, von denen man updated etc.
Und immerhin hat man, nachdem es zu Problemen kam, sehr zügig reagiert und über die Probleme informiert, das kann man ja leider auch nicht von jedem Unternehmen sagen.
Überhaupt kommuniziert O2 generell recht gut über seine Twitter-Accounts (u.a. @o2online_de, @o2myhandy und @o2business) über aktuelle Entwicklungen, beantwortet Fragen etc.

Hinzu kommt, dass O2 die ROM-Version (nicht zu verwechseln mit der Android-Version!) 2.14.207.1 anbietet, die etwas neuer als 2.09.* (HTC) bzw. 2.10.* (Vodafone), die wohl momentan an anderer Stelle verfügbar sind; hier dürften also ein paar kleinere Fehler bereits beseitigt sein und die O2-Kunden erhalten wohl das neueste Android in Deutschland (wobei abzuwarten bleibt, welche Version denn die Telekom ihren Kunden zur Verfügung stellen wird; hierzu gibt es meines Wissens noch keine genauere Ankündigung).

Unabhängig von diesen Problemen – von denen ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts wusste, aber auch glücklicherweise sagen kann, dass sie mein Desire nicht betreffen –  habe ich gleich am Montag Vormittag das over the air Update eingespielt.
Der erste Versuch schlug zwar fehl, jedoch nur wegen mangelndem Anwendungsspeicher (bei mir waren es um die 17-18 MB, während das Update ca. 25 MB erforderte; das mag aber auch an den vorhandenen Daten liegen, die während des Updates automatisch gesichert werden; die Zahlen können also auch abweichen). Das war aber nicht tragisch, nach dem Deinstallieren einiger kostenloser Anwendungen (darunter Google Maps, von dem mit dem Update ohnehin eine zu diesem Zeitpunkt aktuelle Version installiert wird, sowie etwas anderem Kleinkram) war jedoch genügend Platz vorhanden und das Update lief problemlos durch, allerdings musste dazu die Update-Datei nochmals heruntergeladen werden, was aber dank WLAN-Nutzung kein wirkliches Problem darstellte, über das Mobilfunknetz wäre es ärgerlich gewesen.

Neben dem bereits oben erwähnten Tethering ist die wohl wichtigste Neuerung von Android 2.2, dass man Anwendungen statt wie bisher im internen Speicher auf der SD-Karte  installieren kann, wo natürlich im allgemeinen deutlich mehr Speicherplatz zur Verfügung steht. Allerdings muss dies von der jeweiligen Anwendung unterstützt werden, was momentan noch nicht durchgängig der Fall ist; außerdem gibt es z.B. mit Google Earth Probleme: zwar kann man die Anwendung nach der Installation auf die SD-Karte verschoben werden, jedoch verbleiben auch in diesem Fall stolze 18 der insgesamt ca. 25 MB im internen Speicher, was ein vielfaches der Gesamtgröße der meisten anderen Anwendungen darstellt; hier ist auf ein Update zu hoffen, das derartige Probleme behebt.
Für die Anwendungen, die es schon jetzt problemlos unterstützen, ist das eine schöne Sache, insbesondere für Leute wie ich, die gern mal ein paar Anwendungen mehr installieren, da man sie ja irgendwann mal brauchen könnte oder einfach gern damit rumspielt. Für diese Fälle bietet sich ein Tool wie App2SD an, das auf Wunsch automatisch direkt nach der Installation darüber informiert, dass ein Verschieben möglich ist und das ggfs. mit einem einfachen Antippen auch gleich erledigt, was einfacher ist, als sich durch Einstellungs- und Anwendungsmenüs hangeln zu müssen, prinzipiell geht das so aber auch mit Bordmitteln.

Auch ansonsten sind ein paar Dinge etwas neuer und besser, so kann man jetzt bei den Nachrichten direkt auf Links in SMS- oder MMS-Nachrichten klicken anstatt nochmal durch ein Zwischenmenü gehen zu müssen, in dem noch ein Teil des Textes abgeschnitten wurde, man hat eine bessere Übersicht über die bereits getippten Zeichen beim Verfassen etc. HTC stellt direkt eine Anwendung zur Verfügung, mit der man die eigentlich zur Kamera gehörende LED auch als Taschenlampe verwenden kann; auch eine App, um das Desire als WLAN-Accesspoint zu konfigurieren, ist eine sinnvolle Ergänzung.
Auch von Telmap gibt es eine etwas neuere Version; in Gegensatz zur ursprünglich installierten Fassung ist hier eine Nutzung über WLAN nicht mehr möglich, was erstens verständlich ist, man will hier wohl nur O2-Kunden zulassen und könnte andernfalls schlechter auf diese eingrenzen, zweitens ist das außer zu Testzwecken keine wirklich Einschränkung, da man ein Navigationssystem ohne eher unterwegs als in der Wohnung braucht. Weiterhin brauche ich ohnehin eher selten überhaupt ein Navi und wenn, benutze ich seit geraumer Zeit eher Google Maps, in dem seit Version 4.4 ja auch eine Navigation enthalten ist, sogar mit Sprachausgabe.
Etwas ärgerlich ist, dass kurz nach diesem Froyo-Update auch eine neue Version von Google Maps 4.5 erschienen ist, die sich nur als Update installieren lässt und somit zusätzlich Speicherplatz verbraucht. Auch beim mitgelieferten PDF-Viewer gibt es einen Kritikpunkt: im Gegensatz zur früheren Version fehlt hier die Funktion des freien Textflusses, die insbesondere beim Lesen von Dokumenten in eher kleinerer Schriftart sehr nützlich war, da man so den Text größer zoomen konnte, ohne deswegen den betrachteten Textabschnitt ständig hin- und herschieben zu müssen.

Ein paar Kleinigkeiten musste ich nach dem Update neu einstellen, z.B. nutze ich als Twitter-Client Seesmic (was ich übrigens nur empfehlen kann) statt des mitgelieferten Peep; dieses war nach dem Update nicht nur wieder mit regelmäßigen Datenaktualisierungen aktiviert, sondern meinte auch noch, mir meine Follower in die Kontakte hinzufügen zu müssen; beides ließ sich aber unter Einstellungen problemlos beheben (sollte man aber ggfs. dran denken, sonst wird unnötiger Datentransfer verursacht und man erhält ggfs. Benachrichtigungen über @-replies oder DMs doppelt; zudem werden die Kontakte – die im internen Speicher liegen – meiner Ansicht nach unnötig aufgebläht, in meinem Fall um etwas über 3 MB).
Auch die Spracheinstellung (als Handysprache verwende ich Englisch statt Deutsch) musste erneut umgestellt werden; auch das ist natürlich problemlos machbar.
Zusätzlich zu den vorher vorhanden und problemlos übernommenen Mailaccounts wurde noch ein unkonfigurierter O2-Account hinzugefügt, was aber möglicherweise daran liegt, dass der vorhandene O2-Account noch eine genion-Adresse (statt o2online.de) ist und daher nicht als bereits vorhanden erkannt wurde – ja, ich bin schon länger – übrigens im allgemeinen durchaus zufriedener – Kunde, sogar schon seit VIAG-Intercom-Zeiten… Auch dieser zusätzliche Account ließ sich problemlos entfernen.

Insgesamt kommt mir das Handy etwas schneller als vor dem Update vor (mit der Einschränkung, dass Anwendungen ggfs. durch das Verschieben auf die SD-Karte etwas an Geschwindigkeit, insbesondere beim Start, einbüßen können), sowohl was die Verwendbarkeit nach dem Booten als auch den laufenden Betrieb angeht; wirklich gravierende Unterschiede zu Eclair konnte ich jedoch nicht feststellen, von Nachteil ist die neuere Version aber weder diesbezüglich noch in anderer Hinsicht.

Fazit nach ein paar Tagen mit dem neuen Betriebssystem: Ein in meinen Augen durchaus lohnendes und zumindest für mein Handy-Modell problemloses Update.
Danke an die Ersteller 🙂

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